Popstars Just 4 Girls: Alles nicht echt?
In der vergangenen Woche wetterte Jurymitglied Sido öffentlich gegen die erfolgreiche ProSieben-Casting-Show „Popstars“. Es war anders als er es sich vorgestellt habe, er dachte, es sei echt. Keines der Mädchen sei echt! „Die wissen, ,Heute muss ich mal weinen, die brauchen ein paar Tränen hier in der Sendung, dann weine ich mal.’ Das machen die von ganz allein. Das kann ganz schön abgebrüht und eklig sein“, so der Rapper im Interview mit DASDING, dem Jugend-Radioprogramm des Südwestrundfunks.
Den Machern der Casting-Show wirft er ebenfalls Manipulation vor: Sie würden angeblich darauf achten, Kandidatinnen auszusuchen, die sich entsprechend verhalten. Überraschend kommt die Aussage von Sido nicht. Er hat ausgesprochen, was viele seit langem vermuten. Blickt man beispielsweise auf die fünfte Staffel zurück, fallen einige Ungereimtheiten auf: Eine Woche, bevor die Popstars-Band Monrose von den Juroren und Zuschauern per Telefonvoting gewählt werden sollte, erschien bei Amazon die Single „Shame“ samt Cover. Darauf zu sehen: Kati, Mandy und Bahar. Viele Fans waren wütend und fühlten sich belogen.
ProSieben bestätigte schließlich den Namen der Band und dass die neue Single „Shame“ heißen werde. Videoclips, Studioaufnahmen und Cover seien jedoch mit allen Finalistinnen vorbereitet worden – die Zusammensetzung der Band stehe noch nicht fest. Kurz darauf erschienen weitere Cover mit anderen Dreier-Kombinationen der Kandidatinnen. Und als dann auch noch Senna statt Kati in die Band gewählt wurde, schien die Glaubwürdigkeit wieder hergestellt.
Auch in der jetzigen Ausgabe von „Popstars Just 4 Girls“ wurde bereits vor der letzten Entscheidungsshow bekannt, dass Gabriella als Bandmitglied feststeht und die Kandidatinnen Katharina, Patricia und Antonella ins Finale einziehen werden. Ob aus Marketing-Gründen oder aus Versehen, ob nun alles echt ist oder nicht, sei dahingestellt. Fakt ist: Den Kauf einer CD, das Einschalten der Sendung und die Teilnahme am Telefon-Voting bestimmt man immer noch selbst.
Foto: ProSieben
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